| Prof.
Dr. Gerhard Vinnai UNIVERSITÄT BREMEN Fachbereich 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften Institut für Kulturforschung und Bildung |
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Fremdenfeindlichkeit und die Krise der Linken I.
Um mehr Verständnis für Fremde zu gewinnen, reicht allein die Konfrontation mit ihrer Realität nicht aus. Nur ein anderes Verhältnis zum eigenen Begehren, nur ein freieres Wünschen erlaubt es, sie als soziale Bereicherung zu erfahren. Mehr Anteilnahme am Schicksal von Ausländern kann nicht durch bloße Aufklärung und moralische Appelle erlangt werden. Sie verlangt einen anderen Umgang mit Triebregungen und Wünschen, sie verlangt ein gewandeltes Fühlen und Erleben. Einer veränderten Realitätserfahrung stehen äußere und innere Barrieren entgegen. "Die Angst macht die Verdrängung", heißt es bei Freud, sie irrationalisiert die Bedürfnisse und schlägt mit Blindheit gegenüber äußeren und inneren Realitäten. Eine andere Beziehung zum eigenen Selbst wie zu anderen Menschen verlangt den Abbau von Angst, der Energien freisetzt, anders mit sich selbst und anderen umzugehen. Dieser Abbau ist an sicherheitsstiftende soziale Beziehungen und Verhältnisse gebunden, die es dem Ich erlauben, sich Ängsten zu stellen und neue Bedürfnisse zu entwickeln. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Studentenbewegung, die Frauenbewegung, die Ökologiebewegung, die Friedensbewegung oder die Bürgerbewegung in der früheren DDR Jugendlichen und Erwachsenen nicht nur erlaubt, ihre Kritik an lebensfeindlichen Realitäten auszudrücken. Im Rahmen dieser Bewegungen sind auch vielfältige soziale Beziehungen zustande gekommen, die neue soziale Erfahrungen ermöglicht haben. Diese Bewegungen haben es begünstigt, Ängste vor dem Erproben anderer Umgangsformen abzubauen und dadurch andere Wünsche und Bedürfnisse zu entdecken. Wo solche sozialen Emanzipationsbewegungen zerfallen und keine neuen entstehen, fehlt für die Heranwachsenden ein wichtiges Element für psychische und soziale Lernprozesse, aus denen Offenheit gegenüber Fremden erwächst. Man muss soziale Beziehungen erfahren, in denen man es sich leisten kann, sich selbst fremd zu werden, um einen anderen Umgang mit dem Fremden zu erlernen. II.
Infantile soziale Bindungen und die ihnen entsprechenden Realitätserfahrungen können da nicht überwunden werden, wo die Gesellschaft ihren Mitgliedern ein mündiges Erwachsensein verwehrt. Menschen bleiben vor allem da an sie fixiert, wo es ihnen verwehrt ist, ihr Schicksal selbst zu gestalten, und wo sie stattdessen zu Bettelhaltungen gegenüber staatlichen und ökonomischen Mächten verurteilt sind. In einer Gesellschaft, in der immer mehr Lebensbereiche von der unpersönlichen Macht des Geldes regiert werden und wo sich Menschen immer mehr von bürokratisch strukturierten Großorganisationen anonym verwaltet fühlen, neigen sie dazu, seelischen Halt beim Nationalen zu suchen, das Gemeinschaftsgefühle gegenüber der gesellschaftlichen Kälte verspricht. Wenn Demokratie bloß als Veranstaltung von Politikern erfahren wird, wenn sie einem anonymen Verwaltungsstaat zugerechnet wird oder nur mit Wahlprozeduren gleichgesetzt wird, bei denen die eigene Stimme gegenüber unzähligen anderen kaum etwas gilt, wird der Demokratie die emotionale Besetzung entzogen. Die Emotionen landen dann leicht beim Nationalismus, der mehr gefühlsmäßige Aufladung duldet. Die Überwindung von nationalistischen Fiktionen des Zusammenlebens kann nur durch demokratische Emanzipationsbewegungen zustande gebracht werden, die wirkliche soziale Beziehungen und Verhältnisse stiften, die ein anderes Erleben zulassen. III.
Militante Ausländerfeinde finden sich zur Zeit vor allem unter männlichen Jugendlichen, die während der Adoleszenz in Schwierigkeiten mit der Findung der Geschlechterrolle verstrickt sind. Aus Angst vor dem anderen Geschlecht tendieren männliche Jugendliche während der Adoleszenz zur Flucht in männliche Peergroups. Hier kann es zur Überbetonung einer fragwürdigen Männlichkeit kommen, der alles zuwider ist, was als weiblich gilt. Wenn die Sexualität - aus Angst vor ihr - in starre, klischeehafte Muster gepresst werden muss, bekommen das nicht nur Frauen, sondern auch Ausländer zu spüren. Die Abwehr des Weiblichen, die sich nicht zuletzt auf die Abwehr der "weiblichen" Anteile der eigenen Person bezieht, kann in einen militanten Männlichkeitskult münden, der Feinde braucht, um sich zu bewähren. Männliche Gewaltsamkeit ist überall in der Gesellschaft besonders in Männerriegen anzutreffen, die Frauen ausgrenzen. Die Tendenz zu harten Männern wächst in Krisenzeiten mit sich verschärfender Konkurrenz und sozialer Entwurzelung. Wo das Überleben Rücksichtslosigkeit gegen andere wie gegen sich selbst verlangt, kommt eine Männlichkeit zum Zuge, die Sensibilität für eine weibliche Schwäche hält. Wo man seine Lebendigkeit nicht im Genuss seiner Geschlechtlichkeit spüren kann, will man sie wenigstens erfahren, indem man Gewalt ausübt. Der Körper, dem der Genuss versagt ist, sucht sich wenigstens auf pervertierte Weise Geltung zu verschaffen und fordert das Recht auf den Schlag. Der Kampf gegen die Fremdenfeindlichkeit kann nur dann erfolgreich sein, wenn ein freieres Spiel der Geschlechterdifferenz zum Zuge kommen kann, das der Sinnlichkeit eher zu ihrem Recht verhilft. Erst wenn das andere Geschlecht mehr erotischen Reiz erlangen kann, zieht auch das Andere, das sich von einem unterscheidet, weniger Angst und Aggressivität auf sich. Die Jugendlichen, denen der Zugang zur Erotik gelingt, entdecken damit zugleich auch den erotischen Reiz des Fremden, das den besten Schutz gegen seine Diskriminierung darstellt. Wer sich vor der Erotik besonders fürchtet, wird leicht zum Nationalisten, den es aus Angst nie in die Fremde zieht. Je mehr die Gesellschaft wieder die harten ökonomischen und politischen Macher verehrt und seit aufgrund der Krise der Frauenbewegung das Ringen um andere Formen des Geschlechterverhältnisses stagniert, kommt wieder eine Männlichkeit zum Zuge, die das Fremde ablehnt und die Schwächere das Fürchten lehren will. IV.
Aggressive Regungen, die dem eigenen Selbst gelten, können auf andere Menschen verschoben werden, wenn das eigene Selbst durch sie zu sehr entwertet würde. Ein abgewehrter Selbsthass kann die Gestalt des Hasses auf andere annehmen. Diejenigen, die sich als Opfer sozialer Verhältnisse erfahren und sich nicht dagegen wehren, tendieren, um die Selbstverachtung abzuwehren, dazu, anderen die Rolle des Opfers aufzuzwingen. Das Opfer, das sie selbst sind, sollen andere repräsentieren, die noch mehr Opfer werden. Der Ausländer, dem Gewalt angetan wird, erfährt diese auch stellvertretend für das eigene, um seine Entfaltung gebrachte Selbst. Man kann sich von selbstzerstörerischen Regungen entlasten, indem man anderen das antut, was einem selber angetan wurde. In Verbindung mit dieser Einsicht lässt sich die Frage diskutieren, ob die deutschen Ausländerfeinde überhaupt deutsche Nationalisten sind. In vielem scheinen sie eher multikulturell orientiert zu sein: sie tragen Jeans und benutzen Baseball-Schläger, die ursprünglich aus den USA stammen. Ihre Musik ist meist an die anglo-amerikanische Rockmusik angelehnt. Ihre Glatzen entstammen einem subkulturellen proletarischen Milieu in England. Ihre Springerstiefel stammen von der Bundeswehr, einer Armee, die Teil der multinationalen Nato ist. Der Mörder an einem Schwarzen in Dessau trug bei seiner Gerichtsverhandlung ein T-Shirt mit englischer Aufschrift. All das weist darauf hin, dass "nationalistische" Skinheads (auch ein sehr deutscher Ausdruck!) insgeheim mit einer westlichen multinationalen Kultur identifiziert sind. Man kann wenig spezifisch Deutsches an ihnen ausmachen. Sie zeigen eine Identifikation mit der westlichen Kultur, die aber mit der Angst verknüpft ist, in ihr nicht zum Zuge zu kommen. Sie sind häufig arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht, sie verfügen meist über keine materiellen Reichtümer. Ihr Aussehen entspricht meist nicht dem von den Medien propagierten Erfolgsideal. Ein Mangel an Bildung, Sprachkenntnissen und Erfahrungen mit Fremden schürt ihre Angst vor Kontakten mit Ausländern, die für das eigene Fortkommen notwendig sind. Sie haben häufig in Familie, Schule oder Beruf meist schon viele Niederlagen und Beschämungen erfahren. Sie sind die Konkurrenzverlierer oder potentiellen Konkurrenzverlierer und wollen deshalb über die triumphieren, die noch weiter unten sind als sie selbst, um sich selbst aufzuwerten. Die Bedrohung durch den sozialen Tod führt leicht zu einem mit Selbstentwertung verbundenen Selbsthass. Man kann von diesem Entlastung suchen, indem man ihn auf die verschiebt, die noch mehr Opfer sind als man selbst. Die Fremden müssen häufig auch stellvertretend einen Hass gegen die Mächte auf sich nehmen, die die eigene Existenz wirklich bedrohen. Deshalb ist die Ausländerfeindlichkeit in den Teilen der früheren DDR besonders ausgeprägt, wo es praktisch keine Ausländer gibt. Man wirft dort den nicht vorhandenen Ausländern gerne vor, sie würden die Arbeit wegnehmen, krumme Geschäfte machen, schnell und leicht zu Geld kommen und überhaupt alles durcheinander bringen. Dieser Vorwurf erscheint weniger absurd, wenn man ihn auf die "deutschen Ausländer", auf die Wessies bezieht, die in der früheren DDR nach der Wende real oder scheinbar ihr Glück gemacht haben. Selbst der frühere Bundeskanzler Schmidt betont immer wieder, dass es ein schwerer politischer Fehler war, dass die Bevölkerung der früheren DDR nach der Wende nur 5 % des von ihr geschaffenen Produktivvermögens erwerben konnte. Diese muss sich heute als von Fremden bestimmt erfahren, von denen das eigene Überleben zugleich auf so extreme Weise abhängig ist, dass kaum eine aggressive Auflehnung gegen sie möglich ist. Den Hass auf die fremden Mächte, denen sie sich ausgeliefert fühlen, lassen viele Ossies die Fremden spüren, auf die sie ihren Hass verschieben. Gesellschaftliche Emanzipationsprozesse verlangen, dass aggressive Regungen dort untergebracht werden, wo sie, vom Verstand bearbeitet, sinnvolle Veränderungen antreiben können. Es ist falsch, von Menschen, die in einer Gesellschaft überleben müssen, deren Ökonomie auf aggressiver Konkurrenz basiert, ein aggressionsfreies Verhalten zu erwarten. Sinnvoller ist es, ihnen einen "gekonnten" Umgang mit der Aggression zu vermitteln, ihnen die Möglichkeit zu geben, das richtige Nein-Sagen zu lernen. Wer Ja zu demokratischen Verhältnissen sagen soll, muss Nein zu sozialen Missständen und denen sagen können, die sie zu verantworten haben. Eine demokratische Gesellschaft verlangt vor allem eine entwickelte Streit- und Konfliktkultur, nur durch sie kann zerstörerische Gewalt vermieden werden. Es ist wenig erfolgversprechend, aggressiven Jugendlichen das brave Ja-Sagen zum Bestehenden beibringen zu wollen. Besser ist es, ihre Aggressivität, die häufig eine bewusste oder unbewusste Kritik an sozialen Missständen enthält, in gelungenere Formen des Nein-Sagens zu überführen. Ein besonderes Problem unserer Kultur besteht darin, dass die Menschen in ihr eher das Ja- als das Nein-Sagen lernen. Das bringt es mit sich, dass sie in Konfliktsituationen zu autoaggressiven Schuldgefühlen oder zu rücksichtsloser, destruktiver Gewalt tendieren, weil sie nicht gelernt haben, auf sinnvollere, unschädlichere Art Nein zu sagen. Die Fähigkeit zum sinnvollen Nein-Sagen hat eine positive Beziehung zu liebevollen Lebenseinstellungen. Man kann Menschen nicht gern haben, wenn man das Schlimme nicht bekämpfen will, was ihnen angetan wird. Wer nicht Nein sagen kann, kann auch nicht Ja sagen. Die sozialen Emanzipationsbewegungen der letzten Jahrzehnte haben vielen Heranwachsenden dabei geholfen, mit einer entwickelten Konfliktkultur Erfahrungen zu machen. Sie haben vielen die Möglichkeit eröffnet, das produktive Austragen von Konflikten zu erlernen. Wenn derartige Bewegungen an Einfluss verlieren, gewinnt die blinde Destruktivität wieder an Bedeutung. V.
Die Fremdenfeindlichkeit bringt symbolisch zum Ausdruck, wie es um die Beziehungen der Menschen zueinander in unserer Gesellschaft bestellt ist. Sie ist ein Symptom, in dem die Misere des bestehenden Sozialsystems zum Ausdruck kommt. Eine Kultur, die von einem entfesselten Kapitalismus geprägt ist, verstrickt Menschen ständig in feindliche Konkurrenzbeziehungen: Mitmenschen werden in ihr häufig vor allem als Rivalen im Kampf ums Überleben erfahren. Der Hass auf die Ausländer wird meist damit begründet, dass sie die Arbeitsplätze, die Wohnungen und die Frauen wegnähmen. Sie haben den bedrohlichen Konkurrenten schlechthin zu repräsentieren: die Wut, die potentiell allen Menschen gilt, die zu Konkurrenten werden, wird an ihnen ausgelassen. Die westliche Form des Sozialen isoliert Menschen trotz wachsender wechselseitiger Abhängigkeit als Konkurrenten und Privateigentümer voneinander. Sie hat einen Individualismus begünstigt, der mancherlei subjektive Möglichkeiten hervorgebracht hat, sie lässt aber zugleich das soziale Wesen des Menschen verkümmern und verurteilt damit viele Menschen zu Isolierung und Einsamkeit. Gegen die Zerstörung des Sozialen in der Konkurrenzgesellschaft haben vor allem zwei politische Bewegungen Front gemacht: die nationalistische und die sozialistische. Der Sozialismus hatte in seiner ursprünglichen Konzeption das Ziel, die Entfremdung der Menschen voneinander in einer solidarischen Gesellschaft abzubauen und die Entfaltung der Einzelnen und die des Sozialen miteinander zu versöhnen. Durch die Niederlagen und Perversionen des Sozialismus hat der Nationalismus immer an Einfluss gewonnen. Der Begriff der Solidarität, einst ein Kampfbegriff der sich als international verstehenden Arbeiterbewegung, wird heute besonders in Verbindung mit dem Nationalen benutzt. Menschen leben niemals nur in der Gegenwart. Die bestehende Gesellschaft legt ihren Mitgliedern massive Versagungen auf, die zu individuellen und kollektiven Wunschproduktionen führen, die das Bestehende übersteigen. Diese Wunschproduktionen können den Charakter von Wahnsystemen, von Illusionen oder von Utopien annehmen. Sie können vorwärts und rückwärts gerichtet sein. In diesen Wunschproduktionen steckt immer eine offene oder versteckte Kritik des Bestehenden, woran aufklärerisches Denken anknüpfen kann, das auf sinnvolle und notwendige soziale Veränderungen drängt. Wenn die linken Kräfte - oder die sozialen Bewegungen, die ihr Erbe antreten - keine intellektuell begründeten Alternativen zum Bestehenden anbieten können, in denen Platz für die Wünsche und Hoffnungen der Menschen ist, muss die Kritik am Bestehenden notwendig irrationale Ausdrucksformen annehmen. Wenn keine aufgeklärten gesellschaftlichen Alternativen präsentiert werden, mit denen sich Menschen identifizieren können, drohen kollektive Formen des Fundamentalismus, des Obskurantismus und Nationalismus. Die Linke hat die Aufgabe, über andere Formen des gesellschaftlichen Lebens nachzudenken und sie, soweit wie möglich, praktisch zu erproben. Wenn sie dazu nicht in der Lage ist, überlässt sie Bedürfnisse, die sich auf das Soziale richten, dem Nationalismus, der mit Hilfe von Außenfeinden die Menschen kollektiviert und ihre Sehnsucht nach mehr Gesellschaftlichkeit auf pervertierte Art aufnimmt. Gegen ihn helfen letztlich nur Beziehungen und Verhältnisse, in denen die sozialen Bedürfnisse der Menschen besser aufgehoben sind. Nur durch sie kann dem Nationalismus mit seinen wahnhaften Fiktionen sozialer Zusammengehörigkeit der Boden entzogen werden. Die Angst vor dem Fremden ist heute nicht zuletzt eine Angst vor notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen, die die ängstigende Ablösung vom Bestehenden verlangen. Eine die Gegenwart beherrschende konservative Welle, die die bestehende westliche Welt als beste aller möglichen Welten ausgibt und die begriffslose Anpassung an geltende Regeln als illusionslose Nüchternheit ausgibt, lebt von der Angst vor der Offenheit gegenüber notwendigen sozialen Veränderungen. Wer Veränderungen zu sehr fürchtet, braucht Außenfeinde, die die Verteidigung des Status quo rechtfertigen. Wie viel Offenheit Menschen gegenüber dem Anderen, Neuen, Unbekannten aufweisen ist ein Index für ihre Emanzipiertheit. Die Angst vor Offenheit ist auch bei Linken anzutreffen, die dogmatisch an überkommene Politikmodelle fixiert sind. Wer über Alternativen zum Bestehenden Klarheit gewinnen will, muss heute neu und anders und unter Berücksichtigung veränderter historischer Erfahrungen über sie nachdenken. Wer die Angst vor dem Fremden ertragen will, muss sich selbst fremd werden können und Fremder in einer Welt sein können, in der niemand wirklich zu Hause sein kann. Die Demokratie kann nicht durch die Verteidigung des Bestehenden gerettet werden, sondern nur durch das Ringen um ihre Veränderung und Erweiterung. Bremen, Dezember 2000 © Copyright verbleibt ausschließlich beim Autor. |